Pressestimme zu "Käthe, meine Mutter"

Aus: Rhein-Sieg-Anzeiger vom 8.3.2002

"... Die Zuhörerinnen erlebten eine fesselnde Reise in die Vergangenheit ... Aus Briefen, Taschenkalendern und Notizen hat Marianne Krüll das Leben ihrer Mutter nachgezeichnet, besuchte Orte, an denen diese gewesen war. Als Erzählform wählte sie für die Biographie die Du-Form, ‚als würde ich noch mit meiner Mutter reden’. Dadurch entwickelt das Buch einen starken emotionalen Sog, dem man sich kaum entziehen kann. Viele Fragen sind hypothetisch und werden von ihr spekulativ beantwortet, aber gerade das vermittelt eine große Nähe zu den Personen.

All das zog aber auch deshalb in Bann, weil Marianne Krüll dabei ihre eigene Geschichte aufdeckt und sich mutig ihrem Konflikt mit der Mutter stellt. Sie wolle nicht nur eine Geschichte erzählen, meint die Autorin, sondern Frauen dazu ermutigen, ‚sich ihre Mutter und deren gesamtes Leben anzuschauen’. Die allgemeine Mütterschelte sei ja nach wie vor sehr beliebt und werde gerne ausgiebig betrieben, ihr Buch ziele auf das genaue Gegenteil: ‚Wenn wir die Mutter als Frau, als eine von uns betrachten anstatt sie zu bekämpfen, dann können wir auch die Ressourcen und die positive Kraft erspüren, die in ihr und auch in uns stecken.’ ... Es gebe immer einen Weg, sich wieder einander zu nähern ... davon ist Marianne Krüll überzeugt."

(Ellen Loeper-Cremer)

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