Pressestimme zu "Käthe, meine Mutter"

Aus: Pankower Brücke, Oktober 2001

"... Das Besondere aber an diesem Buch ist die schonungslose, autobiografische Konfliktaufarbeitung zwischen Mutter und Tochter ... Warum schreibt man über seine Mutter? Aus Liebe, aus Haß? Für mich - so erlaube ich mir zu urteilen - sind es wohl vor allem Schuldgefühle. Gerade weil die Autorin ihre Muter liebte, musste sie ihr in die Vergangenheit folgen, um selbst Frieden zu finden. Dabei gewährt sie auch tiefen Einblick in ihr eigenes Leben, und ich muß gestehen, ich bin erschrocken, wie sich eine doch recht harmonische Mutter-Tochter-Bindung so radikal ins Gegenteil verkehren konnte ... Beim Studium der Psychologie und Soziologie waren nach dem Motto: ‚Macht kaputt, was euch kaputt macht’, Psychoattacken auf die eigene Familie angesagt. Vor allem betrieb man erbarmungslos die sogenannte ‚Mütter-Schelte’. Das bedeutete, alles was in einer Familie schief läuft, ist den Müttern anzulasten ... Ein feindseliger Kampf zwischen Mutter und Tochter begann und er dauerte zehn Jahre! ... Und dann war es plötzlich zu spät. Marianne trifft der Tod Käthes wie ein Schlag: ‚Ich hatte versagt’ und ‚wie wenig doch meine Theorie wert’ ist ..."

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