Pressestimme zu "Käthe, meine Mutter"

Aus: EMMA, Juli/August 2001

"Die ‚unbekannten Biographien unbekannter Frauen’ statt die Heldengeschichten über berühmte Männer wollte Virginia Woolf lesen. Als Familiensoziologin hat Marianne Krüll schon das Beziehungsgeflecht der Familie Mann ("Im Netz der Zauberer") analysiert. Jetzt vertieft sie sich mit gleicher Akribie und Neugier in die Geschichte ihrer eigenen Familie, genauer: in die ihrer Mutter. Denn Mutter Käthes Leben und Herkunft ist exemplarisch für ein Frauenleben ihrer Generation. Aber Krüll will mehr als das: Sie will mit der Biographie über die eigene Mutter auch als Tochter mit ihr ins Reine kommen. Das Buch wird so zu einer Gratwanderung. Aber Krüll liefert dabei weder die Mutter noch sich selbst völlig aus und damit gelingt ihr das, was ihre erklärte Absicht ist: Die Nachkriegsgeneration der Töchter zu einem tieferen Verständnis und zur Versöhnung mit der Müttergeneration zu bewegen."

(Ulla Lessmann)

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