Pressestimme zu "Manawa Toa"

Aus: Australian Women?s Book Review (übersetzt)

"Cathie Dunsford gelingt es, politische Themen in das Gewand der Fiktion zu kleiden, und ihr neuestes Buch ist eine Herzensfreude für jede Aktivistin, besonders für eine lesbische Umweltschützerin …

Sie nimmt uns mit in das Zentrum eines Konflikts, in diesem Fall die Vergewaltigung und Ausbeutung des sogenannten ‚Französisch Polynesien’ unter dem Deckmantel der Kolonisierung durch die Tests nuklearer Bomben weit weg vom eigenen Hinterhof der Kolonialherren.

Sie nennt den schlichten Umstand, dass das Moruroa Atoll in die Luft gejagt wird, nicht nur Umweltverwüstung, sondern sie bezieht die Rechte der Ureinwohner in ihre Darstellung ein.

Ich entdecke Stolz in diesem Buch. Und Lust - denn Dunsford verpackt den Schmerz über die Sorgen unserer pazifischen Nachbarn in lustvolle Schilderungen von üppigen Mahlen und lesbischer Liebe ...

Vor dem Hintergrund der Kulisse der Sanddünen der dramatischen Nordwestküste von Neuseeland begleitet Dunsford die Leserin von den Stadien der Planung einer Umweltmission zu den abschließenden Feiern nach dem Ende der Abenteuer ... Wir erleben Randale, bekommen zu tun mit französischen Gendarmen, schmecken die Angst und leben in der Solidarität von Aktivistinnen und Unabhängigkeitskämpferinnen. Wir leiden an der Arroganz der Kolonialherren und teilen die Verzweiflung der Mütter, die unkontaminierte Lebensmittel für ihre Kinder suchen. Wir tragen gemeinsam den Verlust derer, die ihr Leben bei solchen Einsätzen gelassen haben.

Aber dies ist keine verzweifelte Geschichte, denn Dunsford spricht unser aller Kampfgeist an mit ihrer Charakterisierung Cowries. Sie lässt uns den Schmerz vergessen mit ihrer kunstvollen Mischung von Lust und politischem Kampf. Nahtlos verbindet sie weiße Kultur und die der Ureinwohner, die Neuseeland paheka und die Maori, nicht nur durch Charakterisierungen, sondern durch die Bilder von Fischdampfern und dem waka, dem mächtigen geschnitzten Kanu, die auf Moruroa zusammenarbeiten, um für das Recht aller Menschen auf Selbstbestimmung zu kämpfen.

Das Buch ist ein Manifest zur Überwindung des Rassismus, der unsere Welt zu zerreißen droht.

Sie stellt die Kunst einfachen Lebens im Einklang mit der Umwelt gegen den militärischen Apparat von Vergewaltigung und Raub: die Tasse Manuka Tee, gebraut aus den Blättern des Strauches neben der Tür zum Büro, uralte Maori Rezepte gegen Krankheiten und das Fischefangen mit einfachem Material, das wild am Strand wächst, sind stärker als die Zerstörung der Korallenriffe, auf denen die Ureinwohner von Tahiti leben. Die Delphine, die die Aktivisten begleiten, erheben sich über die aufgedunsenen Körper vergifteter Fische.

Dunsford nimmt uns mit auf fantastische Reisen - wir blicken auf von unserer Hängematte auf Deck zum bestirnten pazifischen Himmel, während die Manawa Toa langsam durch den unendlichen Ozean pflügt. Aber in ihrer Verbindung der natürlichen mit der spirituellen Welt lässt sie uns nie das Elend derer vergessen, die ‚Verträge in gutem Glauben unterschrieben haben und die dafür als militärische oder ökonomische Ziele missbraucht worden sind.’

Tena koe Cathie, danke für dieses Geschenk, dieses toanga, es wird die Kämpfenden in der ganzen Welt ermutigen und wird vielen Frauen dabei helfen, ihren eigenen Kampfgeist zu entwickeln."

(Meriel Watts)

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