Pressestimme zu "maria liest"

Aus: Rhein Main Presse vom 30.12.2004

"’Maria mit einem Buch in der Hand ist ein wichtiges Motiv in der abendländischen Kulturgeschichte’, sagt Andrea Günter. Seit vielen Jahren beschäftigt sich die Freiburger Philosophin und Theologin mit Malereien und Abbildungen, die die Mutter des Messias lesend zeigen. Maria mit einem Buch auf dem Schoß, auf einem Lesepult vor oder dem Boden neben sich, einem lesenden Kind vor sich.

Insgesamt 18 berühmte Marien-Abbildungen aus der Kunstgeschichte hat sie nun für ihr im Rüsselsheimer Christel Göttert Verlag erschienenes Buch ‚maria liest - das heilige fest der geburt’ ausgewählt ...Den selbst verfassten Bildinterpretationen hat Günter drei eigene Aufsätze sowie Texte von zehn weiteren Theologinnen, Sozialarbeiterinnen, Philosophinnen und Germanistinnen zur Seite gestellt, die sich mit der Bedeutung von Geburt, Gebären und Geborenwerden auseinandersetzen und in denen die Verfasserinnen dafür eintreten, dass ‚das heilige Fest der Geburt’ nicht nur als ein körperliches, sondern auch als seelisches und geistiges Prinzip zu begreifen ist.

‚Für die frühen Christen gab es eine ganz besondere Verbindung von Frauen und Gott’, erklärt Günter. Ähnlich wie im Judentum, wo Seele, Körper und Geist eine Einheit bilden, habe vom 4. Jahrhundert bis ins späte Mittelalter hinein auch für die alte Kirche Gebären zugleich auch immer geistiges Gebären bedeutet, erklärt die Herausgeberin, die mit ihrer Buchidee vor rund eineinhalb Jahren an den Rüsselsheimer Christel Göttert Verlag herangetreten war, weiter.

‚Sich immer wieder aufs Neue mit der Welt und schon gesprochenen Worten zu verbinden’ - auch um diese Bedeutung des Geborenseins geht es Andrea Günter in ihrem Buch. Ein Weihnachtsbuch - nicht nur zum Weihnachtsfest, insbesondere für alle kunsthistorisch und theologisch interessierten Frauen."

(Andrea Duphorn)

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