Pressestimme zu "Mutterland ... nach dem Holocaust"

Aus: querelles, Newsletter der Frauenbibliothek Saarbrücken, Herbst/Winter 2002

"’Ich habe meine Mutter nie als eine Überlebende des Holocaust betrachtet ... Und trotzdem verlor sie mit zwölf Jahren alles bis auf ihr Leben’ ... 1938 wurde das Mädchen Edith von ihren Eltern zu Verwandten nach Amerika geschickt und damit vor der drohenden Ermordung gerettet. Dort lebt sie, abgeschnitten von ihrer Herkunft, die Vergangenheit unaussprechbar in sich tragend, heiratet, bekommt eine Tochteer, bis ihre Erinnerungen sich nicht mehr unter Verschluss halten lassen. Ihre Tochter, eine erfolgreiche Journalistin, spürt der Leerstelle im Leben der Mutter nach. Es kommt zu einer gemeinsamen Reise nach Deutschland, in das Dorf, aus dem die Mutter floh. Dort stellt sich nicht nur Edith ihren Erinnerungen und Vergessenem, auch die Dorfbevölkerung, Ediths ehemalige KlassenkameradInnen, Bekannte der Eltern, ehemalige Nazis, Kriegsversehrte, Kriegsgewinnler und der Dorfarchivar müssen sich neu mit dem verdrängten Kapitel ihrer Vergangenheit auseinandersetzen. Nicht zuletzt die mitreisende Tochter gewinnt eine neue Beziehung zu ihrer Mutter und schließlich ein Verständnis ihrer eigenen Herkunft. Bewegend, glaubwürdig und von großem Versöhnungswillen getragene Wiederaneignung gemeinsamer jüdisch-deutscher (Frauen-)Geschichte."

(ak)

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