Pressestimme zu "Mutterland ... nach dem Holocaust"

Aus: ekz-Informationsdienst, September 2002

"Fern Schumer Chapman unternimmt in ‚Mutterland ... nach dem Holocaust’ eine Reise in die Vergangenheit ihrer jüdischen Mutter. Diese wurde als 12-jähriges Mädchen 1938 aus Deutschland zu Verwandten nach Amerika geschickt, ebenso ihre ältere Schwester. Und obwohl die beiden Mädchen als einzige Familienmitglieder Krieg und Verfolgung überleben, brach der Kontakt unter ihnen ab. Die Mutter präsentiert sich der Tochter als Mensch ohne Vergangenheit. Der familiären Umgebung und ihrer kulturellen Identität in den wichtigen Jahren des Heranwachsens beraubt, will sie nicht, dass die Tochter etwas über ihr früheres Selbst erfährt. Diese muss sich mit dem Wissen über ihre gegenwärtige Identität begnügen. Doch die Jahre der Kindheit sind tief ins Gedächtnis eingegraben, die Tochter erspürt den Bruch im Leben der Mutter und möchte mehr über die frühen Jahre erfahren. Gemeinsam machen sie sich auf die Reise ins Heimatland der Mutter und der Schmerz über eine verloren gegangene Welt wird fassbar und ermöglicht der Tochter ein tieferes Verständnis für ihre Mutter."

(Elfriede Weber)

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