Pressestimme zu "Nicht Mangel, sondern Fülle"

Aus: Rhein Main Presse vom 28.2.2004

"... Freude an der Arbeit? Das mag vielen vielleicht nur ein müdes Lächeln oder ungläubiges Kopfschütteln entlocken. In einer Zeit, in der weltweit fast eine Milliarde Menschen arbeitslos oder ‚unterbeschäftigt’ sind, darf doch nicht nach dem Wie oder Warum von Arbeit gefragt werden! Oder doch?

Dorothee Markert möchte sich nicht mit den vorherrschenden ‚Sei froh, dass du Arbeit hast’-Parolen abfinden. Die Sehnsucht nach ‚einer Gesellschaft, in der das Arbeiten (...) einen ganz anderen, positiven Stellenwert hat’, sei es gewesen, die in ihr den Wunsch geweckt habe, einmal etwas über das Arbeiten zu schreiben ... will sie - vor allem Frauen - zur Suche nach neuen Wegen ermutigen.

In fünf Abschnitten versucht die Autorin zu veranschaulichen, dass Arbeiten unter bestimmten Voraussetzungen mehr als Geld verdienen bedeuten kann, Freude und Kraft schenkt, zur Bereicherung der Identität wird. Persönliche Betrachtungen und Erfahrungen mischen sich dabei mit den Ansätzen von namhaften Theoretikern wie Hannah Arendt, Karl Jaspers, Simone Weil oder den italienischen Differenzdenkerinnen Luisa Muraro und Chiara Zamboni. Ein handliches, mit 70 Seiten rasch zu lesendes und preisgünstiges (Geschenk-)Bändchen, das dazu auffordert, mehr in sich hineinzuhören, für einen respektvolleren Umgang miteinander wirbt und das tägliche Tun, Haus- und Familienarbeit, in einem anderen Licht erscheinen lassen kann."

(Andrea Duphorn)

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