Pressestimme zu "Der Atem von Frauen"

Aus: ab 40, 2/1999

"Die Frau ist mit göttlichen Eigenschaften geboren. Ihre ‚Erbsünde’ ist es, immer wieder - nicht SELBST zu atmen - oder in anderen Worten, sich nicht selbst treu zu sein, ihren ‚eigenen Atem’ nicht zu kultivieren.

Sie muss sogar mehr auf ihren Atem achten als auf die Liebe. Das sagt Luce Irigaray in einem Vortrag Ende November 1998 vor Melanchton-Akademie in Köln zum ‚Atem von Frauen’ ... Im Buch wie im Vortrag, zu dem Frauen von weither anreisten. präsentiert Luce Irigaray ‚weibliche Credos’ ... Nach Irigaray zeigt sich das Göttliche insbesondere in kleinen Mädchen. Seine wichtigste Aufgabe sei es, nicht das mit der Geburt gegebene Göttliche zu verlieren. Und für Frauen sei weder Dogma noch Ritus nötig, um (wieder) zum Göttlichen zu gelangen. Frauen müssen ihren eigenen Atem kultivieren, andere in diesen (weiblichen) Atem aufnehmen, denn er ist der Ort weiblicher Gastlichkeit ... Auch in ‚Der Atem von Frauen’ schreibt Luce Irigaray zur Schwierigkeit der Aufgabe, das (jeweils) Differente zu ‚lieben ... und trotzdem selbst zu bleiben’, sie ‚entspricht ohne Zweifel der spirituellsten Aufgabe des menschlichen Werdens’ ..."

(Sophie Behr)

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