Pressestimme zu "Sie war umhüllt vom Duft wilder Nelken"

Aus: www.vorwaerts.de/buecher/Rezensionen, August 2001

"Angela Monika Auerbach ist von weiblichen Schöpfungsmythen fasziniert, denn diese spenden ihr Trost in einer Welt voller Gewalt und Diffamierung. Als Feministin und Gewerkschaftlerin hat sie sich dem Schutz und Beistand missachteter und marginalisierter Menschen verschrieben. ... ‚La femme au serpent’, die ‚Frau mit der Schlange’, ist eine geheimnisvolle, jahrhundertealte Statue, die im Museum von Luchon in den französischen Pyrenäen zu Hause ist. Von ihrer Schönheit ist Auerbach so fasziniert, dass sie sich auf die Suche nach deren Ursprungsort begibt. Dabei entsteht ein sehr persönliches Tagebuch, das - während es die Gedanken, Gefühle und Erlebnisse der Autorin wiedergibt - auch die Landschaft der Pyrenäen mit Worten und zahlreichen Abbildungen beschreibt. Ihre Wanderungen durch die Berge sind jedoch gleichzeitig Reisen durch die Zeit, denn Auerbach ist überzeugt, dass ihre Statue einen weiblichen Schöpfungsmythos verkörpert. So nähert sie sich auf dem Weg durch die antike Vorgeschichte dem Pelasgischen Mythos von Eurynome, der Göttin aller Dinge, die durch die Statue dargestellt sein soll. ... Auch zahlreiche andere matriarchale Kulte, die im Zusammenhang mit der Schlangenfrau stehen, erwähnt und erklärt die Autorin. Insgesamt regt dieses wunderschön gestaltete Buch zum sinnieren über die Rolle der Frau in Mythologie und Geschichte an. Lektüre für Feministinnen und solche, die es werden wollen."

(Noemi Klein)

« Pressestimmen zu "Sie war umhüllt vom Duft wilder Nelken"

« zur Übersicht der Pressestimmen