Pressestimme zu "Sophias Weisheiten"

Aus: Schlangenbrut, Februar 2005

"Man bzw. frau mag von Zitatensammlungen halten, was sie will, doch nützlich sind sie halt doch, wenn es gilt, einen wichtigen Sachverhalt mit der Aussage eines klugen Menschen zu untermauern. Oder wenn wir einer Freundin einen guten Gedanken mit auf den Weg geben wollen. In der Vergangenheit waren wir hier meistens auf Männerzitate angewiesen.

Nach dem 2002 im Diederichs Verlag erschienenen und von Ursula Scheu herausgegebenen Lexikon der Frauenzitate hat nun im Herbst 2004 Marit Rullmann unter dem Motto "Sophias Weisheiten" ein weiteres Büchlein auf den Markt gebracht, was Frauen hilft, sich an andere kluge Frauen anzubinden. Während ersteres 2000 Lebensweisheiten von mehr als 500 verschiedenen Frauen beinhaltet, beschränkt sich Letzteres auf rund 300 Zitate von 100 Philosophinnen. Auch wenn viele Frauen natürlich in beiden Büchern vorkommen, ist die Anzahl der Doubletten gering. Rullmann, selbst Philosophin, beschränkt sich ganz klar auf den philosophischen Bereich und verhehlt nicht ihre Absicht, deutlich zu machen, dass auch Frauen, in der Antike mit Sappho beginnend, schon immer philosophisch denken konnten und philosophisch gedacht haben. Natürlich lässt sie in ihrer Zitatensammlung auch heutige Denkerinnen wie Luisa Muraro oder Adriana Caverero aus der italienischen Diotima-Philosophinnengemeinschaft zu Wort kommen. Hier zeigt sich allerdings auch der Nachteil ihres Projekts, denn das, was in einem so komplizierten Werk wie "Die symbolische Ordnung der Mutter" von Muraro gedacht worden ist, lässt sich nicht auf ein paar griffige Zitate reduzieren. Nichtsdestotrotz, beide Bücher sind - durch geschickte Untergliederung in die verschiedensten Themenbereiche - eine Fundgrube für Frauenweisheiten ..."

(Juliane Brumberg)

« Pressestimmen zu "Sophias Weisheiten"

« zur Übersicht der Pressestimmen