Pressestimme zu "zwischen den welten"

Aus: Gelnhäuser Tageblatt vom 5.4.2004

"... Am 26. April 1986 wurde das Ehrenmal für die als Hexen getöteten Menschen am Gelnhäuser Hexenturm enthüllt. Es war das erste Denkmal seiner Art in Deutschland. ‚Die Rufende’ wurde von der Künstlerin Eva-Gesine Wegner gestaltet ... Sie habe nicht geplant, zu schreiben, aber es sei zu einer weiteren Vernetzung mit Personen, Orten und Ereignissen gekommen, die sie dazu bewegten. Und so kam im vergangenen Jahr, gut 17 Jahre nach den ersten Ereignissen, ihr Buch auf den Markt, in dem natürlich auch Gelnhausen eingewoben ist.

‚Orte der Hexen-Verfolgung als Bildhauerin neu sehen’ heißt der Untertitel des Buches. zum einen sind das Orte über ganz Deutschland verteilt. Jeder mit seiner eigenen Hexengeschichte. Aus verschiedenen Anlässen war die Autorin dort, hatte Begegnungen und Erlebnisse, die sie bewegten. Diese persönliche Beschäftigung stellt die zweite Ebene ihres Werkes dar. Drittens wird beschrieben, wie das Erlebte in ihrer künstlerischen Umsetzung zum Ausdruck kommt.

Schließlich ist der vierte Begriff, der eine Rolle spielt, die Umwandlung der Frage: ‚Wie kann ich mit den schrecklichen Erfahrungen umgehen und durch Transformation Kraft daraus schöpfen?’ Die Beschäftigung mit der finsteren Epoche der Hexenverfolgung bringe für jeden, der sich ernsthaft damit befasst, ‚eine tiefe, tiefe Erschütterung’ mit sich. Diese persönlichen Eindrücke, Gefühle und Umwandlungen beschreibt die Autorin in einem Prozess, der Erinnerung und Würdigung der Opfer mit einschließt.

Ihre erste Begegnung mit dem Schultheißen Koch in der Marienkirche habe sie frieren lassen und die nachgebildeten Folterwerkzeuge im Hexenturm erfüllten sie mit Grauen. In ihre Bearbeitung fließen auch Gedanken der Reinkarnation mit ein und das gefühlsmäßige Zurückgreifen auf früher gemachte Erfahrungen ..."

(se)

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