Pressestimme zu "zwischen den welten"

Aus: Virginia, März 2004

"Hexenprozesse und Hexenverfolgung ... Eva-Gesine Wegner nähert sich diesem besonders grausamen Kapitel in der Geschichte der christlichen Kirche und der Justiz als Künstlerin. 1986 hatte sie für die hessische Stadt Gelnhausen eine Skulptur geschaffen, die als erstes Denkmal für die Opfer der Hexenverfolgung in Deutschland aufgestellt wurde. Ein Netzwerk der Zusammenarbeit von Frauen spannt sich seitdem quer über die Bundesrepublik, um an die Opfer der Hexenverfolgung zu erinnern und sie der Anonymität zu entreißen, so z.B. in Loccum, Wiedensahl, Lemgo, Wehrheim, Gelnhausen, Frankfurt am Main, Kempten und Leipzig, wo zum Teil bereits Skulpturen und Gedenktafeln an die Frauen erinnern, die als Hexen gefoltert und ermordet worden waren. Und dieser Prozess des Erinnerns und der Würdigung soll weitergehen. In ihren Texten und in ihren in dem Buch abgebildeten Kunstwerken lässt uns Eva-Gesine Wegner teilhaben an ihrer tiefen persönlichen Betroffenheit am Schicksal der auf dem Scheiterhaufen verbrannten Frauen. In ihrer Kunst suchte und fand sie einen Weg, das Entsetzen und die Grausamkeiten zu verwandeln in Kraft und die Fähigkeit, Zukunft neu zu gestalten."

(Barbara Obermüller)

« Pressestimmen zu "zwischen den welten"

« zur Übersicht der Pressestimmen