Pressestimme zu "zwischen den welten"

Aus: querelles, newsletter der frauenbibliothek saarbrücken, Winter/Frühjahr 2004

"Überzeugt davon, dass auf den Schultern vorausgegangener Frauengenerationen zu stehen, eine Kraftquelle für eigenes Werden und Wachsen sein kann, möchte die Künstlerin Eva-Gesine Wegner ein Stück Frauenbewegung der 80er und 90er Jahre vor dem Vergessen bewahren. Ähnlich Gudula Kosack will sie die Konsequenzen von ‚Hexen’-Verfolgung sichtbar machen, jedoch angesichts der Grausamkeiten dieser Verfolgung nicht verharren.

Auf sehr persönliche Weise schildert sie den Prozess ihrer inneren Transformation während der Auseinandersetzung mit dem Thema und ihre Integration der Erinnerung an diese Schrecken als gestalterische Kraft für die Zukunft. Zahlreiche Abbildungen der Werke der Künstlerin spiegeln diesen Wandel. Sie zeichnet auch die Geschichte ihrer Skulptur ‚Die Rufende’ nach, vor 15 Jahren in Gelnhausen enthüllt, das erste Denkmal, welches in Deutschland an die ‚Hexen’-Verfolgung erinnert. Zugleich dokumentiert das Buch Frauen-Aktivitäten zum Thema ‚Hexen’-Verfolgung und zeigt die Künstlerin eingebunden in ein Netzwerk öffentlicher Aktionen, oft im Widerstand gegen kirchliche und kommunale Institutionen."

(Gaby Scherer)

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