Pressestimme zu "Zu zweit, wie viele Augen haben wir?"

Aus: Deutsches Yoga-Forum 2/2001

"... Der Atem, sinnliche Wahrnehmung, Natur- und Leiberfahrung, die Kultivierung des Atems durch meditative Techniken sind für die Autorin Wege, die nicht nur das Individuum, sondern auch die Gesellschaft, ja die Beziehungen zwischen den Geschlechtern zu spiritualisieren, zu ‚divinisieren’ (= vergöttlichen)

Das viersprachige Büchlein enthält fast thesenartig die Sichtweise der französischen Professorin für Philosophie. Luce Irigaray ... hat in Abgrenzung zu Simone de Beauvoirs Gleichberechtigungsansatz die Differenztheorie entwickelt, das heißt, sie geht davon aus, dass es zwei Sorten Mensch gibt, dass es demnach für Frauen wichtig ist, ihr eigenes Wesen zu verstehen und zu entwickeln.

Wie schon in anderen europäischen Ländern hat sie dieses neue Büchlein im November 2000 bei einer Lesung im Frauenmuseum Bonn erstmals in Deutschland vorgestellt. Sie zeichnet sich als Theoretikerin dadurch aus, dass sie in der Öffentlichkeit deutlich vertritt, wie wichtig ihr tägliche Yoga-Übungen, Atembeobachtung, Naturspaziergänge sind. Sie begründet dies damit, dass nur mit solchen lebendigen Verfahren die Entfremdung in der Gesellschaft überwunden werden kann.

Sie definiert Frauen als näher an der Natur, schon durch unser zyklisches Eingebundensein, und als prädestiniert, diese in unserer Kultur immer wieder verlorengehende leibliche, erfahrungsbezogene Komponente zu vertreten ...

Fazit: Der Text ist kurz, das Buch ästhetisch sehr ansprechend, nicht zuletzt gut für Sprachübungen geeignet, und es hat eine ganz eigene nicht alltägliche Sprache."

(Martha Fritsch)

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