Pressestimme zu "Menstruation"

Aus: WeiberDiwan, Frühjahr 2005

"Das Buch- eigentlich eine Diplomarbeit - versucht den Spagat zwischen einem wissenschaftlichen Zugang und einem feministischen Ansatz zum Thema ‚Menstruation’. Die Autorin macht deutlich, wie beispielsweise die patriarchale Sprache oder die angeblich objektive Wissenschaft zur Unterdrückung und Diffamierung von Frauen beiträgt. Sie untersucht mehrere Bücher über Menstruation und entdeckt, dass darin grundsätzlich immer von ‚Beschwerden’ und nie ‚Lust’ oder ‚Macht’ die Rede ist - und wie verheerend diese Definition von ‚Krankheit Frau’ in unseren Köpfen (und Körpern!) wirkt. Witzig auch die Aussage der Autorin, sie hätte nie Menstruationsbeschwerden gehabt, jedoch ‚Hygieneartikelbeschwerden’ - ausgelöst durch die Terpene, die sowohl in Binden als auch Tampons enthalten sind.

Interessant sind auch die Interviews mit Frauen, denen sie verschiedene Fragen zum Thema ‚Blut’ stellt, wie zum Beispiel ‚Haben Sie schon mal geblutet?’ oder ‚Ist Ihnen schon mal ein Fleck in die Wäsche gekommen?’ - ohne dabei explizit zu sagen, ob damit Wundblut oder Menstruationsblut gemeint ist.

Das Buch hat leider ein paar Schnitzer, ist aber trotzdem ein schöner Einstieg für Frauen und Mädchen, die sich geschichtliches, politisches und spirituelles Grundwissen zum Thema Menstruation aneignen wollen."

(Irmgard Neubauer)

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