Pressestimme zu "maria liest"

Aus: Die Mitarbeiterin. Frauen gestalten Kirche und Gesellschaft, Sept./Okt. 2005

"Maria liest, während Josef das Kind wiegt - so stellt eine Buchmalerei aus dem 15. Jahrhundert die Geburtsszene dar. Überraschend oft ist Maria auf Gemälden unterschiedlicher Epochen mit einem Buch in der Hand dargestellt. - Konnte Maria lesen? Welche tiefere symbolische Bedeutung steckt hinter dem Buch in ihrer Hand? Wie lässt sich diese eigenständige geistige Tätigkeit in einen theologischen Bezug bringen zum Empfang des ‚göttlichen Wortes’?

Mit Hilfe von Bibel und Kunst begeben sich zehn Theologinnen und frauenbewegte Denkerinnen auf Marias Spuren. Dabei setzen sie sich insbesondere mit dem existenziellen Geschehen des Gebärens und Geborenseins auseinander. Nicht um eine ‚Kinderweihnacht’ geht es also, sondern um den Neuanfang Gottes mit der Welt, an dem alle Menschen kraft ihres Geborenseins teilhaben. Gerade hier, so die Herausgeberin, ‚braucht die christliche Kultur das Sprechen und Denken von Frauen’. Und wer könnte dies besser repräsentieren als eine lesende, intellektuelle Gottesgebärerin?

Dieses kreative und engagierte Buch eröffnet einen faszinierenden und zugleich biblisch-theologisch fundierten Zugang zu Marias Persönlichkeit und der Lehre von der Jungfrauengeburt und Menschwerdung Gottes."

(Angelika Brunner)

« Pressestimmen zu "maria liest"

« zur Übersicht der Pressestimmen