Pressestimme zu "Die Dublin-Karte eines Kindes"

Aus: Rüsselsheimer Echo vom 10. Okt. 2001

"Die Gedichte der Irin Paula Meehan duften, und ihre Sprachbilder vermitteln ein Gefühl zum Anfassen. Natur, Alltag, Menschen bekommen etwas Stoffliches und weisen doch weit darüber hinaus ins Unendliche, ins Schmerzliche und ins Dunkle.

Diese erste Lyrikband im Göttert-Verlag erzählt von weiblicher Suche nach Identität, Sexualität und Religion. Die Verse rebellieren gegen starre Traditionen und Unterdrückung aus der Sicht der Frauen. Erinnerungen einer Tochter an die Mutter, ein Schlaflied für die schwangere Schwester, eine Klage über den untreuen Gatten oder eine Liebeserklärung an die Hände des geliebten Mannes sind die Themen der Dichterin Irlands. Dabei benennt sie Aggressionen, Zweifel, Bitterkeit und Härte in den menschlichen Beziehungen, nimmt den Leser aber auch mit in die Erlebniswelt der Irinnen und schlägt den Bogen zur irischen Geschichte und zu deren Frauenbild in Kunst und Mythologie.

Die Texte übersetzte Dörte Eliass eng am Original und respektierte dabei Melodie, Ton und Sprachrhythmus so kunstvoll, dass der Übersetzungsfonds den Band als empfehlenswert förderte. Der Lyrikband erscheint zweisprachig, Leser haben also Gelegenheit, die Gedichte auf Englisch und Deutsch zu genießen. Paula Meehan, 1955 in Dublin geboren, gehört zu den populärsten zeitgenössischen Lyrikerinnen Irlands."

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