Pressestimme zu "Die Zauberhaft"

Aus: blattgold, April 06

"Was passiert, wenn ein alter Bock – im doppelten Sinn des Wortes – seine Lieblingsgeschichte erzählt, nämlich die, wie er kleine Kinder aufgreift und diese ihm bereitwillig folgen? Und was, wenn es ihm gelingt, die Geschichte – als süßes Märchen verkleidet – den Kleinen ans Herz zu legen?

Diese fragen stellt die Autorin an den Anfang ihres kleinen Bandes, der am Beispiel aus der nordischen Märchenwelt aufzeigt, wie Illustrationen und Texte dazu beitragen, Gewalt zu verherrlichen, und verdeutlicht die keineswegs märchenhaften Strategien der Täter – derer, die missbrauchen, und derer, die 'erretten'.

Dagmar Margotsdotter-Fricke warnt vor den Tarnmechanismen und Verschleierungstaktiken. Sie zeigt Täter als scheinbare Beschützer und die unendliche Vereinsamung der Opfer. Und sie zeigt für alle, die weiterhin gerne Märchen erzählen wollen, Alternativen auf und gestaltet Auswege in anderen symbolischen Welten: die patriarchale, die matriarchale und die schamanische Variation des Märchenschlusses."

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