Pressestimme zu "die geschichte der frauen - la storia delle donne"

Aus: Rüsselsheimer Echo vom 24. Juli 2004

"Wild und ausgelassen tanzen Frauen in freier Natur. Sie tragen bunte, fantasievolle Gewänder, deren Bänder und Schleier im Wind flattern. Das sind unsere Ahninnen, die den Frauen, die seit Jahr und Tag bedeutungslos wie Statuen in Menschengestalt herumstehen, ihren Sinn zurückgeben wollen. Hände wirbeln durch die Luft, als wollten sie den toten Figuren neues Leben einhauchen.

‚Die Geschichte der Frauen’ heißt das neue im Rüsselsheimer Christel Göttert Verlag erschienene Buch mit 26 Bildern der Fotografin Marinella Breccola. Es ist ein Bilderbuch, das die Parabel von der verlorenen Geschichte der Frauen erzählt, und vom Versuch, die Erinnerung an die weiblichen Wurzeln, Fähigkeiten und Stärken wiederzuerlangen.

‚Es dauert eine Weile, bis sie sich erinnern, was sie mit den Füßen, den Beinen, den Bäuchen und den Brüsten denn tun sollten’, heißt es in dem kurzen Text von Dietlind Kinzelmann, der den Fotografien vorangestellt ist. Es ist wahr, am Anfang verfangen sich die Ahninnen in ihren Schleiern, die sie wie Kokons an der Freiheit hindern. Ihre Hände suchen den Weg nach draußen und wollen nicht mehr eingesperrt sein.

Doch dann gelingt den bunten und fantasievollen Urmüttern das wahrhaftige Dasein, und die Lust am Leben lässt sie springen und schreien. Und es gelingt ihnen die Eingebung: Sie umkreisen die Frauen, knüpfen und fädeln, flicken und heilen, ‚damit die Frauen wieder ihren Platz in der Welt einnehmen konnten.’

Dieser kleine heitere und mutige Band lädt zum Schauen ein, zum Staunen, Nachdenken, Sinnieren und Schmunzeln: über die fehlende gesellschaftliche Bedeutung der Frauen und den Versuch, sie wiederzuerlangen."

(Madeleine Reckmann)

« Pressestimmen zu "die geschichte der frauen - la storia delle donne"

« zur Übersicht der Pressestimmen