Pressestimme zu "Vätern einen Platz geben"

Aus: Evangelische Frauen - Neues aus dem Verband, 3/2008

"Heute klagen junge Frauen oft, dass sie gerne Kinder hätten, aber ihre Partner nicht. Oder die Partner sind nicht bereit, Hausarbeit zu teilen und kämen deshalb als Väter nicht in Frage. Neue Gesetze ermöglichen Vätern nun Elternzeiten sowie genetische Vaterschaftstests. Beides nimmt Andrea Günter, Philosophin und Theologin, in ihrem Buch ‚Vätern einen Platz geben’ zum Anlass, um bestehende Väterkonzepte zu hinterfragen und zukunftsfähige Modelle von Vaterschaft zu entwerfen. Sie schreibt: ‚Die Vaterschaft gibt es nicht. Es gibt aber unterschiedliche Weisen von Vaterschaften – ebenso wie unterschiedliche Ansprüche an sie.’ Was Vaterschaft inhaltlich ist, kann nicht vorschnell juristisch beantwortet werden.

Vätern einen Platz geben, diese Formulierung aus der systemischen familientherapeutischen Arbeit weist darauf hin, dass Väter sich ihren Platz in der Gesellschaft und in ihrem Lebenszusammenhang und Beziehungsgefüge qualitativ neu erarbeiten müssen. Da Mütter und Kinder ihren Platz bereits haben, ist eine gemeinsame Anstrengung von Frauen und Männern nötig. Und vor allem ist eine gesamtgesellschaftliche Anstrengung erforderlich. Es müssen entsprechende Strukturen und Bedingungen bereitgestellt werden, damit Väter und Mütter ihre Elternschaft miteinander aushandeln und dann leben können. Andrea Günter listet am Ende ihres Buches vertiefende Fragen auf, die es zu einer anregenden Lektüre für Frauengruppen machen. Es bereichert die Diskussion um neue Konzepte von Elternschaft." (Kristin Flach-Köhler)

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