Pressestimme zu "Anna im Goldenen Tor"

Aus: Lesbenring-INFO, Aug./Sept. 2008

"Anna, die Großmutter von Jesus und Mutter von Mirjam (Maria), lebt als Heilerin am Stadtrand von Jerusalem. Ihr Verhältnis zu Mirjam war stets schwierig, während Anna die Göttin Ascherat verehrt, entwickelt sich Mirjam zu einer fanatischen Anhängerin des patriarchalischen jüdischen Glaubens. Zu einem tiefen Zerwürfnis kommt es, als Mirjam ihren Sohn Jesus strikt im Sinne der jüdischen Tradition erzieht, um durch ihn ihre eigenen Hoffnungen und Visionen erfüllt zu sehen. Als Jesus scheitert, flüchtet sich Mirjam verzweifelt zu ihrer Mutter und den Frauen gelingt eine Annäherung.

Anna im Goldenen Tor ist das letzte Buch und der einzige Roman von Erika Wisselinck.

1990 im Kreuz Verlag erschienen, wurde es vor allem von den feministischen Theologinnen begeistert rezipiert, während es für die katholische Kirche ein ketzerisches Buch darstellte. Es schildert mit historischer Genauigkeit und konsequent feministisch der Zeit der jüdischen Gesellschaft während des Übergangs von der Göttinnen-Religion zur Herrschaft des einen männlichen Gottes. Die einfachen jüdischen Frauen, die den Tempel nicht betreten durften, lebten ihre Spiritualität durch die Verehrung der Göttin. Den Konflikt zwischen der Anpassung an patriarchalische Verhältnisse und uraltem Frauenwissen beschreibt Wisselinck eindringlich anhand des Mutter-Tochter-Konfliktes zwischen Anna und Maria." (Jule Blum)

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