Pressestimme zu "Bei den Steinen angekommen"

Aus: Schlangenbrut, Nr. 65, 1999

"Warme Erdfarben leuchten einem entgegen, hält man das Buch ‚Bei den Steinen angekommen’ von Eva-Gesine Wegner in den Händen. Auch beim Vertiefen in Bild und Text des Buches hält dieser Eindruck an. Die Künstlerin dokumentiert in poetischer Sprache ihren Schaffensprozess als Steinbildhauerin in Auseinandersetzung mit Camille Claudel. Gedanken, Gefühle, Gedichte und Tagebuchfragmente von Eva-Gesine Wegner fließen dabei ein - alles auch in französischer Sprache - und vermitteln das Gefühl, unmittelbar an der bildnerischen Arbeit Anteil zu haben. Ähnlich dem Schaffensprozess einer Steinskulptur, die bei der Bearbeitung noch mit ihrer letztendlichen Gestalt hinter dem Berg hält, machen die einzelnen Kapitel neugierig, was es mit der jeweiligen Figur auf sich hat. Unterlegt werden die Texte mit schönen Fotos von den Steinarbeiten, die trotzdem nur stellvertretend für das Besondere von Skulpturen sein können: das Dreidimensionale, das tastende Erleben.

Die Fragen, die zu Camille Claudels Leben und Werk aufgeworfen werden, können stellvertretend für viele Frauenschicksale gelten, damals wie heute. Die qualvolle Selbstbehauptung als Frau und Künstlerin, mit der Camille Claudel begonnen hatte, wird von Eva-Gesine Wegner feinfühlig aufgegriffen und weitergeführt. Eine Anregung für andere."

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