Pressestimme zu "Die Frau ist Mit-Schöpferin"

Aus: Hebamme.ch, 9/2008

"Die Frau ist Mitschöpferin durch die Kraft und die Gelassenheit und den Mut." Dieser Satz einer freischaffenden Hebamme gab den Ausschlag zum vorliegenden Werk. Die Theologin erarbeit anhand von sechs Interviews und begründet durch ihre theologischen Studien den Zusammenhang zwischen der Geburt und dem ihr innewohnenden "Heiligen".

Zuerst stellt die Autorin drei Perspektivenwechsel dar: 1. von der Mortalität zur Natalität als anthropologische Grundkonstante, 2. vom Eva-Mythos zum biblischen Eva-Bild, 3. von der medikalisierten Geburt zu einer Geburtskultur.

Sie verfolgt den Werdegang des Hebammenberufes durch die Jahrhunderte, immer im Hinblick auf das Verhältnis der Frauen (Mütter und Wehenmütter) zur Kirche. Der Hebamme oblag (obliegt) das Amt, die Nottaufe zu spenden – dieser Aspekt zeigt die Verbindung des Berufes mit der Theologie. Ebenso werden Rituale aufgezeigt, die Hexenverfolgung im Mittelalter dargestellt, aber auch Segensliturgien im Anhang zur Verfügung gestellt.

Ich finde das Werk schwierig zu lesen, da viele Allgemeinwissen (Fachwörter aus Philosophie und Religion) vorausgesetzt wird. Andererseits gelingt es der Autorin, die Gedanken der Hebammen und der Mütter und Väter grundlegend zu analysieren und in grössere Zusammenhänge zu stellen. Deshalb finde ich es wichtig, dass "Fachfrauen für Geburtshilfe" sich heutzutage mit diesem Werk auseinandersetzen, da es sich mit dem tieferen Sinn der Geburt und des Geborenwerdens befasst – so werden Hebammen sich wieder für eine frauenzentrierte Geburtskultur einsetzen. (Margit Heller, Pflegefachfrau und Hebamme)

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