Pressestimme zu "Mein Kabul - mein Deutschland"

Aus: www.br-online.de (Radio B5 aktuell: interkulturelles magazin, Programmankündigung, 28.10.2008)

In Afghanistan ist die Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen in der Verfassung verankert. Frauen haben das Recht zur Schule und zur Arbeit zu gehen. Sie können wählen und gewählt werden. Doch vor allem auf dem Land werden Frauen immer noch gegen ihren Willen verheiratet, werden Opfer von "Ehrenmorden" oder erzwungenen Selbstmorden. Die Täter – Väter, Brüder, Ehemänner – werden selten gefasst und noch seltener bestraft. Die in Kabul geborene Mári Saeed erzählt in ihrer gerade veröffentlichten Autobiografie, wie sich afghanische Frauen gegen Entmündigung und brutale Menschenrechtsverletzungen wehren. Die studierte Psychologin und Pädagogin setzte sich in ihrer Heimat für eine Reform des Schulsystems ein. Als die Mudschaheddin in Kabul die Macht übernahmen, bekam sie jedoch Berufsverbot, wurde zusammengeschlagen und musste flüchten. Seit Mitte der 90er Jahre lebt Mari Saeed nun in Deutschland. Von hier aus engagiert sie sich nicht nur für ihr Heimatland, sondern auch für die muslimischen Frauen, die hier leben. Aufgezeigt hat Saeed ihre Erfahrungen mit Hilfe der Autorin Liane Lehnhoff.

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