Pressestimme zu "Mein Kabul - mein Deutschland"

Aus: Mathilde, Nov./Dez. 2008

Bewegend, manchmal auch erschreckend sachlich, beschreibt Mári Saeed in ihrer Autobiographie ihr eigenes Schicksal, das von ihrem liberal eingestellten Vater über ein Auslandsstudium, die Gewaltbereitschaft ihres selbstausgewählten Ehemannes bis hin zur Flucht nach Deutschland und ihrem heutigen Engagement für unterdrückte und hilfesuchende Frauen in Deutschland und Afghanistan reicht. Doch erzählt sie nicht nur ihre Geschichte: Auch die Schicksale ihrer Schwestern und anderer Frauen werden offengelegt. Bei der sich im Hintergrund abspielenden Geschichte Afghanistans, die von Besatzung und Kriegen gekennzeichnet ist, legt Mári Saeed ein besonderes Augenmerk auf die Situation der Frau im Laufe der Zeit.

Kein Buch für zarte Gemüter – es tut weh über die Wertlosigkeit der Frau, die dort als so selbstverständlich gilt, zu lesen. Deutlich zeigt sich in der Autobiographie Mári Saeeds Mut, ihre Kraft und Energie, die sie benötigte, um ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und andere Frauen auf ihrem Weg in die Freiheit zu unterstützen. (Sonja Tonn)

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