Pressestimme zu "Seiltanz"

Aus: Mathilde, Nov./Dez. 2009

Gemeinsam im Kampf gegen den Krebs

 

Es gehört viel Mut dazu, sich gegen ärztlichen Rat zu entscheiden, noch dazu, bei einer Krankheit, die lebensbedrohlich daher kommt. Chemotherapie gilt in der Schulmedizin als die Methode, Krebs zu heilen, obwohl bisher keine Statistik aussagekräftige Ergebnisse liefert.

Felicianna, die in lesbischer Beziehung mit Kaie lebt, kann nicht mehr leugnen, dass die Knoten in ihrer Brust bösartig sind. Amputation, Chemotherapie und Bestrahlung stellen für sie keinen Heilungsweg dar, sie beschließt, den Knoten in ihr selbst zu lösen. Sie hofft, eine Ärztin zu finden, die sie auf ihrem Weg jenseits der Schulmedizin betreut.

Vier Jahre begleiten wir das Paar auf der Suche nach alternativen Wegen zur Gesundung, wie in einem Tanz auf dem Seil drohen sie, das Gleichgewicht zu verlieren, werden sie hin und her geworfen zwischen Hoffen und Verzweifeln. So bilden sich die Knoten fast zurück und brechen unerwartet wieder hervor. Werden sie die Krankheit besiegen?

Felicianna widmet das Buch allen Mutigen und Ängstlichen, die mit schweren Krankheiten leben. Für sie ist das Schreiben ihre Therapie, sie will lernen, ihren Gefühlen zu trauen und den ihr eigenen Weg zu finden. Sie kämpft auf verschiedene Art, sie dichtet, malt und leistet Energiearbeit, besonders Qi Gong.

Im Wechsel der Jahreszeiten stehen die Tagebucheintragungen der beiden Freundinnen gleichberechtigt wie im Zwiegespräch einander gegenüber. Es wird deutlich, wie die Krankheit in die Beziehung und das gemeinsame Leben der beiden Freundinnen eingreift. (gpa)

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