Pressestimme zu "Die Trödelprinzessin Zilly Zeitlos"

Aus: Rüsselsheimer Echo vom 11.1.2000

"Keine Zeit für Zilly. Die vielbeschäftigte Notärztin Ella Schnellbach-Eilich und ihr Ehemann, der Fernsehautor Roland Schnellbach, haben für die kleine Tochter Zilly, ihr Wunschkind, keine Zeit. ‚Später, Zillylein, später’, vertröstet der Vater die Kleine. Angesichts der Hektik um sie herum wird Zilly traurig, lässt Dampf ab in ihrer Lieblingsstellung, dem Kopfstand, und schaltet eines Tages auf stur: Sie spricht nicht mehr mit ihren immerfort atemlosen Erzeugern.

Schließlich engagieren die Eltern eine Stellvertreterin, die träge, aber lebenskluge Mathilde. Sie besorgt den Haushalt, verwöhnt die kleine Zilly mit Apfelpfannkuchen und hat vor allem eines: viel Zeit. Sie geht mit ihrem Ziehkind spazieren, erzählt wundersame Geschichten von einer Welt, in der Träume noch Platz haben ... Eines Nachts sitzt der Sternenprinz Philo auf ihrer Bettdecke und erkundigt sich nach ihrem Befinden.

‚Was soll dieser Wahnsinn?’ schäumt Zilly. Alles bestimmt auf der Erde der Terminkalender, auch bei Kindern, die vom Schwimmen zur Musikschule, vom Judo zum Basteln, vom Mutter-Kind-Treff zum Ballett hetzen. Danach sitzen sie vor der Glotze, lassen sich Geschichten vorspielen und einreden, was sie kaufen sollen. ‚Alle leben doch in einem Zeitgefängnis’, schimpft Zilly. Während die beiden so herumfantasieren, kommt Zilly eine Idee ...

’Zilly Zeitlos’ ... ist eine tiefsinnige und dennoch humorvolle Geschichte für junge und auch ältere Leser. Sie drückt die Sehnsucht aus nach verloren gegangenen Gefühlen, sie streut eine Prise Zeitlosigkeit in rasendes Getriebe.

Zeit ist Geld, Zeit ist bemessen und gleichzeitig verarmt der ‚elektronische Mensch’ emotional. Die Flucht in die Sucht ist nur eines der daraus resultierenden Phänomene, Katharina Müller-Butzbach weiß aus ihrer Arbeit um diese Gefahren ..."

(Elfriede Schmidt)

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