Pressestimme zu ""Wir dachten alles neu""

Aus: Lesbenring-INFO, Aug./Sept. 2010

Die Historikerin Gabriele Meixner legt mit ihrer Biografie der Publizistin und Feministin Erika Wisselinck eine beeindruckende Arbeit vor. Weit davon entfernt, bloße Aufzählung von Daten oder die anekdotische Nacherzählung eines Lebens zu sein, ist dieses Buch durch seine hoch kompetente Autorin vieles in einem: Als Zeitgenossin war Meixner kluge und einfühlsame Zuhörerin Wisselincks, nicht zu nah und nicht zu fern, um genau die richtige Mischung aus relevanten biografischen Informationen und Wisselincks lebenslangem feministischen Engagement zu treffen, welche die Leserin ausreichend in Kenntnis setzt, ohne sie durch übergroße Detailverliebtheit zu nerven.

Als Geschichtsforscherin weiß sie mit Quellenmaterial umzugehen, eine eminent wichtige Fähigkeit, die leider nicht allzu vielen Biografinnen gegeben ist. Und als Zeitzeugin ist sie durch ihre eigene jahrzehntelange Zugehörigkeit zur feministischen FrauenLesbenBewegung geeignet wie kaum eine zweite, die politischen Veränderungen und die Rolle, die Erika Wisselinck dabei gespielt hat, für die Nachwelt festzuhalten und sie außerdem angemessen zu würdigen. (Jule Blum)

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