Pressestimme zu "Die Zeit des Atems"

Aus: Rüsselsheimer Echo vom 5.1.2000

"... Luce Irigaray ist die bahnweisende Grundlagendenkerin der Differenzphilosophie, in der Frauen sich in ihrer Unterschiedlichkeit zu den Männern, aber auch untereinander anerkennen und aus den Unterschieden Kraft schöpfen.

Mit ihrem Vortrag ... ist die französische Theologin und Philosophin zur Zeit eine gefragte Referentin in verschiedenen Universitäten Europas. Das viersprachige Bändchen aus dem Rüsselsheimer Verlag findet seinen Absatz also auch im Ausland.

‚Die Zeit des Atems’ geht davon aus, dass Frauen durch die Kultivierung ihres Atems spirituelle Kräfte erfahren, ja selbst ‚Göttlichkeit’ erlangen. Diese Göttlichkeit hat nichts Priesterliches und nichts von der göttlichen Trinität. Göttlich sind vielmehr die, die ‚auf vollendete Weise Frauen oder Männer sind’. Der ‚göttliche Atem’ ist folglich ein freier, bewusster Atem, der eine Brücke zwischen Körper und Universum und zwischen Seele und Geist schlägt. ...

Diese Gedanken gründen auf dem 1997 im selben Verlag erschienenen Buch Irigarays ‚Der Atem von Frauen’ ...

Irigaray leitet ihre Gedanken nicht her, sie setzt sie. Sie erklärt nicht, sie verdichtet. Der Mut für die Auseinandersetzung mit’Die Zeit des Atems’ macht sich bezahlt: Es atmet sich bewusster."

(Madeleine Reckmann)

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