Pressestimme zu "Wo wilde Weiber wohnen"

Aus: Frauenwelt Weltenfrau, WinterSonnenWende 2010

Wie es unseren Vätern ging, können wir in zahlreichen Geschichtsbüchern detailliert nachlesen, doch was hat unsere Vormütter bewegt?

Barbara Linnenbrügger gründete vor einigen Jahren die Odenwälder Frauengeschichtswerkstatt, die sich der Erforschung der Geschichte von Frauen durch Frauen mit vielen kreativen Mitteln annimmt. Frauen nehmen Spuren auf und geben ihnen Bedeutung, indem sie ihre Funde in einzelnen Theaterstücken auf die Bühne bringen. Zu Wort kommen in diesem Sammelband die rekonstruierten Schwierigkeiten und Taten der Frauen von Land und Adel aus dem lokalen Umkreis. Durch die verschiedenen Jahrhunderte geht es wild dahin, wir erfahren, was sie zu unterschiedlichen Zeiten beschäftigt hat, wie ihre Lebensbedingungen waren, was sie zu sagen hatten und was nie gesagt, getan werden konnte. Wir lesen die Geschichte vom Grab der keltischen Priesterin, wie eine als Hexe verfolgt wurde, wie das Fahrrad erobert werden konnte, was eine Lebkuchenbäckerin oder eine Zigarettendreherin dachte, und für was sich Politikerinnen bis ins Heute hinein engagieren.

Kurzum Frauen eignen sich ihre Geschichte wieder an und lassen sie lebendig werden. Inspirierend das Kapitel über die theaterpädagogische Arbeit der Herausgeberin und ermutigend, an weiteren Orten lokaler und überregionaler Frauenforschung Bedeutung zu geben. (Ulla Janascheck)

« Pressestimmen zu "Wo wilde Weiber wohnen"

« zur Übersicht der Pressestimmen