Pressestimme zu ""Wir dachten alles neu""

Aus: pw-portal.de, portal für politikwissenschaft hamburg, 15.12.2010

Meixner war Freundin und Weggenossin der feministischen Autorin Erika Wisselinck, die von 1926 bis 2001 lebte. Zusätzlich zu ihren persönlichen Eindrücken beruft die Autorin sich auch auf die zahlreichen Dokumente aus dem Nachlass. Meixner porträtiert Wisselinck im Kontext ihrer Zeit, beschreibt sie in ihrer Rolle in der APO, als feministische Journalistin und als Parteigenossin Willy Brandts. Meixner begreift Erika Wisselinck als eine der wichtigsten Figuren der deutschen Frauenbewegung. Schon als Jugendliche hatte sie gegen das nationalsozialistische Frauenbild aufbegehrt. Als Journalistin wandte sie sich gegen die restriktive Politik der Nachkriegszeit und engagierte sich zunächst in der APO, dann in der SPD und schließlich unter dem Motto "Das Persönliche ist politisch" (136) in der feministischen Bewegung. Bekannt wurde sie vor allem durch ihre Bücher wie "Frauen denken anders" und "Hexen" sowie durch ihre Übersetzung der Werke der amerikanischen Philosophin Mary Daly. Wisselinck nutzte ihre beruflichen Kontakte immer wieder, um dem feministischen Anliegen eine Medienpräsenz zu verschaffen, 1989 wurde sie mit dem Förderpreis der Landeshauptstadt München für Frauenforschung und Frauenkultur ausgezeichnet. Meixner erklärt Wisselincks Bedeutung in erster Linie mit ihrer radikalen feministischen Position. Sie vertrat der Auffassung, dass Frauen aus der patriarchalischen Kultur seit Jahrhunderten ausgeschlossen waren, und kritisierte, dass Frauen, die endlich anfingen mitzudenken, dies nach den Regeln der Männer tun sollten.

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