Pressestimme zu "Wo wilde Weiber wohnen"

Aus: Lesbenring-INFO, Februar/März 2011

Noch immer nehmen Frauen nicht den ihnen gebührenden Platz in der Geschichtsschreibung ein, werden sie und ihre Leistungen übergangen und totgeschwiegen. Geschichtsbücher und Museen kranken oft noch an einer gähnende Langeweile verbreitenden Blutarmut, da sie sich allzu sehr einer männerdominierten Geschichtsschreibung und damit einer Aneinanderreihung von Herrschaftsfolgen und Schlachten verschrieben haben. Wie aber lebten die Menschen zu jener Zeit, was taten die Frauen, wie lernten und spielten die Kinder? Welche Leistungen wurden von herausragenden oder auch ganz durchschnittlichen Frauen vollbracht? Dies sind Fragen, denen Frauen miteinander in den Frauengeschichtswerkstätten nachgehen. Jedoch bleibt es in den Werkstätten nicht nur bei der Recherche, sondern Frauen eignen sich ihre Geschichte an, um daraus zu lernen, um ihren Platz in der Gegenwart zu finden und die Zukunft mitzugestalten.
Wie dieser Prozess in den Frauengeschichtswerkstätten Odenwald gestaltet wurde, lässt das Buch anschaulich nachvollziehen. Für Frauengruppen, die ein ähnliches Projekt planen, ein nützliches Arbeitsmittel, das sicherlich kritisch gelesen und auf die eigene Situation angewandt werden muss ...
Insgesamt wurden vielfältige Materialien zusammengestellt – von Texten, Gedichten, Literaturquellen hin zu Fotos, Dokumenten und methodischen Hinweisen. Hinter dem dynamischen Gemälde von Manuela Meyer-Schwenk auf dem Cover stecken eine Fundgrube voller Ideen und jede Menge Frauenpower.
(Elke Heinicke)

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