Pressestimme zu "Wo wilde Weiber wohnen"

Aus: Rhein-Main-Presse vom 24.3.2011

Anschreiben gegen das Vergessen

"Wo wilde Weiber wohnen" lautet der provokante Titel eines Buches, das Theaterpädagogin und Schriftstellerin Barbara Linnenbrügger mit Hildegard Bassler, Ima Krüger und Anna Schmidt aus der Odenwälder Frauengeschichtswerkstatt am Montagabend in der Lobby des Rüsselsheimer Rathauses vorstellte. Zwischen den Buchdeckeln verbergen sich Kleinode verschollener Frauengeschichte aus dem Odenwald.
Als Gedichte, szenische Darstellungen, Interviews und Erzählungen kommen die Schicksale einzelner Frauen daher, die einmal im Odenwald gelebt haben oder es immer noch tun. Der Bogen spannt sich hierbei von der Priesterin Igane aus dem Keltenreich über die unbekannte Selbstmörderin aus dem 16. Jahrhundert, der tatkräftigen Helene Göttmann aus dem 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Allen Geschichten gemeinsam ist die Nähe, die sie zwischen Leserin und der Protagonistin aufbauen.
"Das Buch enthält Werke aus den ersten drei Sommer-Frauengeschichtswerkstätten", erklärt Linnenbrügger das Konzept des Buches, das 2010 im Rüsselsheimer Christel Göttert Verlag erschienen ist. 1994 in den Odenwald gezogen, interessierte sich die Theaterpädagogin auch für die Geschichte der Frauen aus dieser Gegend und rief im Sommer 2005 die erste Geschichtswerkstatt ins Leben. "Wir brauchen Frauengeschichte für unseren Mut, unseren Alltag und unsere Utopien", sagte Linnenbrügger.
Die Teilnehmerinnen der Geschichtswerkstatt waren "Feuer und Flamme", wie Anna Schmidt sich selbst beschrieb. Sie war bei der Geschichtswerkstatt zum Thema "Zugereiste Odenwälderinnen" dabei und fühle sich als Zugezogene aus Frankfurt seitdem "ein ganzes Stück mehr angekommen." (Rahayu Soegiono)

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