Pressestimme zu "Grüner Himmel über schwarzen Tulpen"

Aus: amazon, 2.3.2011

Dieses Buch ist eine Brücke zwischen den Kulturen
Die Verlags-Info hat nicht zu viel versprochen. Dieses Buch hat mich beeindruckt. Inhaltlich als auch stilistisch vermittelt es gutes Hintergrundwissen und jede Menge Impressionen über ein schönes und geschundenes Land. Die persönliche Note der Autorin lässt die Leser hautnah an den Ereignissen teilhaben, ein Wechselbad zwischen Bangen und herzhaftem Lachen, dann wieder besinnlichen Momenten und wunderbaren Beschreibungen des Landes, seiner Geschichte und seiner Menschen, untermalt durch die poetische Sprache der Verfasserin. Man spürt ihre Liebe zum Iran in jedem Satz. Ohne dass sie Gegebenheiten beschönigt oder verurteilt, verfolgt sie ihr Anliegen, westliche Vorurteile abzubauen, was ihr meiner Meinung nach recht gut gelingt. Zugleich berührt ihre Zerrissenheit zwischen der deutschen und der iranischen Kultur. Der Einstieg, in dem sie uns einen Einblick in ihre Jugend gibt, macht Appetit auf mehr. Ruhelos treibt sie ihre Sehnsucht immer wieder in den Iran. Dabei erlebt sie kurzzeitige Festnahmen und wird Akteurin einer aufregenden Heiratsgeschichte, die eigentlich schon ein Buch für sich wäre. Nach und nach weiht sie die Leser in die Geschehnisse um und im Iran ein. Erschütternd ist vor allem der Druck, unter denen die Menschen, besonders die Frauen, zu leiden haben und wie sie es dennoch schaffen, selbstbewusst für ihre Rechte einzustehen. Auch Barbara Naziri gerät in Situationen, die mir mitunter die Haare zu Berg stehen lassen und die das Buch zu einem spannenden und lehrreichen Erlebnis machen, angefangen in den Wirren des Iran-Irak-Krieges bis hin zum Aufbäumen der Grünen Welle, die der Welt zeigt, dass die Menschen im Iran nach Freiheit und Frieden trachten.
(Olaf Wegner)

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