Pressestimme zu "Erzähl mir Labyrinth"

Aus: Mathilde, Nov./Dez. 2011

"gwundrig hinein- und herausfinden"

Das ist Labyrinth auf Schwizerdütsch. Sieben Autorinnen, die alle über Jahre mit der Labyrinthpraxis eng verwoben sind, erzählen sehr offenherzig und lebendig über ihre Planungen, Erlebnisse und Erfahrungen aus 20 Jahren Labyrinth im Züricher ehemaligen Kasernengelände Zeughaushof. Hier gedeiht seit 1991 ein Pflanzen- und Steinlabyrinth.
Sehr persönlich geben die Autorinnen Auskunft über UrSprünge und BeWegGründe, Labyrinthe als Frauenorte in jedem Gemeinwesen zu etablieren. Sie erzählen über die Stadtkultur, nicht nur in Zürich: Über graben und hacken, säen und pflanzen, über Alltagstrott und rauschende Feste, und vom Zusammenleben des Labyrinthplatzes mit dem Stadtteil und Touristen. Das Labyrinthgeschehen am öffentlichen Frauenplatz entfaltet sich in monatlichen Veranstaltungen unter freiem Himmel, die sehr eindrücklich in Wort und Bild dargestellt werden.
Das Buch gibt aber nicht nur tiefe Einblicke in die konkrete Arbeit der Schweizer Frauen, es zeigt auch historische und aktuelle Hintergründe und Zusammenhänge auf. Das Züricher Labyrinth ist beispielgebend für viele Labyrinthe weltweit. Überzeugend auch die Struktur des Buches: Kapitelweise geht es hinein und heraus aus dem Labyrinth der Schreiberinnen. Reich bebildert zeugt das Buch von einer wundervollen, wirksamen und lebensbejahenden Labyrinthkultur.
(Barbara Linnenbrügger)

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