Pressestimme zu "Erzähl mir Labyrinth"

Aus: FAMA, Feministisch-theologische Zeitschrift, Nov. 2011

Vor 20 Jahren haben Frauen in Zürich auf öffentlichem Grund und mit finanzieller Unterstützung der Stadt ein Labyrinth geschaffen und damit eine ganze Bewegung initiiert. Pionierinnen der ersten Stunde und aktuell engagierte Frauen schauen in diesem Jubiläumsband auf die zurückgelegten Wege, die angestossenen Denkprozesse und die gemachten Erfahrungen zurück. Der Weg, auf den sie die LeserInnen mitnehmen, folgt dem Gang durch ein Labyrinth – nicht geradlinig, zielstrebig, sondern zur Mitte und wieder zurück, die Schritte und Begebenheiten reflektierend sowie darauf vertrauend, dass sich immer wieder ein Weg auftut. Unter der umsichtigen Pflege der Labyrinth-Gärtnerinnen und Gastgeberinnen eröffnet sich ein vielfältiger, farbenfroher Raum, der Begegnungen unterschiedlichster Art zulässt und ein von gegenseitigem Respekt und Achtsamkeit geprägtes Zusammenleben fördert – dies in einem Umfeld, das reich an Spannungen ist. "(E)ine Kultur pflegen, in der es allen wohl sein kann" (169), ist auch Leitmotiv ihrer Veranstaltungen und politischen Überlegungen. Das Buch lädt nicht nur zum Verweilen ein, sondern regt auch an, sich auf solche Lernprozesse einzulassen. Es macht zudem "gluschtig", den Labyrinthplatz selbst aufzusuchen.
(Béatrice Bowald)

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