Pressestimme zu "Erzähl mir Labyrinth"

Aus: antjeschrupp.com, 2.11.2011

Öffentliche Räume bewohnen: 20 Jahre Labyrinthplatz Zürich

Labyrinthe im öffentlichen Raum, meist von Frauen initiiert und gestaltet, sind inzwischen an vielen Orten zu finden. Das erste dieser Art entstand vor zwanzig Jahren in Zürich, auf einem ehemaligen Kasernengelände. Einige Frauen hatten das Projekt im Zuge der 700-Jahr-Feiern der Stadt vorgeschlagen und konnten es mit städtischer Unterstützung realisieren.
In diesem schön gestalteten Band mit vielen farbigen Fotos erläutern die Initiatorinnen ihr Konzept, erzählen von Begegnungen und Diskussionen, ziehen Bilanz ihrer Arbeit und ihres Engagements.
Dabei wird deutlich, dass es hier um eine politische und kulturelle Intervention geht. Die Schweizer Labyrinthbetreiberinnen verstehen sich als "öffentliche Hausfrauen", die sich dem Pflanzen und Ernten, dem Wohnlichmachen von Räumen und der Pflege von Beziehungen widmen, zum Beispiel zu den Anwohnerinnen und Anwohnern, den Randständigen, die in der Nachbarschaft des Labyrinths ihre Tage verbringen, zu Durchreisenden oder zu den Gästen bei den zahlreichen Veranstaltungen dort.
Das Buch enthält außerdem Beiträge zur historischen Bedeutung von Labyrinthen, zur Arbeitsweise des Projektes und sogar ganz praktische Anleitungen, wie man ein Labyrinth entwirft und realisiert.

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