Pressestimme zu "Erzähl mir Labyrinth"

Aus: Lesbenring-INFO, Dez. 2011/Jan. 2012

20 Jahre existiert der Labyrinthplatz in Zürich. Damit ist er ein Frauenprojekt, das einen langen Atem bewiesen hat. Nach mehrjähriger Forschungsarbeit zu diesem alten Symbol, nach langwierigen Kämpfen mit der Stadtverwaltung und Suche nach einem geeigneten Platz wurde die Idee umgesetzt. Öffentlich zugänglich, eine Oase für verschiedenste Menschen in der Stadt, ein Begegnungsort für Menschen aus unterschiedlichen Kulturen – all das ist der Labyrinthplatz seit vielen Jahren. Die Beete werden von Interessierten bestellt und gepflegt. Auch die sich auf dem Platz treffenden AlkoholikerInnen und Obdachlosen fühlen sich gesehen und einbezogen. Kinder aus der Nachbarschaft sind oft zu Gast. Im Labyrinth wird gemeinsam gearbeitet und gefeiert. Es gibt Rituale und Meditation, Kreistanz und Performances, politische Diskussionen und Generationengespräche.
Das Jubiläumsbuch ist gefüllt mit persönlichen Erinnerungen aktiver Labyrinthfrauen, mit Betrachtungen zur Symbolik und dazu, was das Labyrinth in Zürich in Köpfen und Herzen bewegen konnte, sowie mit vielen schönen Fotos, die eine bewegte Labyrinthgeschichte erzählen.
Das Züricher Labyrinth hat viele und vieles in Bewegung gebracht – Labyrinthtöchter sind an vielen schönen Plätzen in mehreren Ländern entstanden. Frauen haben Zeichen gesetzt. Und mich hat das Buch so sehr inspiriert, dass ich meinen Notizblock während des Lesens mit vielen kleinen Labyrinthzeichnungen verziert habe. Eine Einladung nach Zürich, zu anderen Labyrinthplätzen oder zum Nachahmen ... denn genauso selbstverständlich wie ein Fußballplatz sollte irgendwann jede Gemeinde einen Labyrinthplatz haben.
(Elke Heinicke)

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