Pressestimme zu ""die SYMBOLISCHE MUTTER in ORDNUNG bringen""

Aus: Mathilde, März/April 2012

LabyrinthGehen lehrt Vertrauen und Sicherheit

Seit ich Anfang der 1980er Jahre Labyrinthe kennengelernt habe und sie begeh, habe ich eine Ahnung, eine Gewissheit, dass es andere Erklärungen, Deutungen und Sinn-Gebungen gibt, als das, was mir in der Literatur begegnet und ich in Frauengruppen erfahren habe. Als ich 2007 Li Shalima in ihrer Arbeit mit dem Labyrinth kennenlernte, wusste ich sofort: Das ist es, was ich schon lange gesucht habe! Li arbeitet mit der Urform des Labyrinths, das wir heute auch das klassische oder kretische Labyrinth nennen, nur dieses kennzeichnet sie als Labyrinth. Erklärungen und Deutungen schöpft sie aus dem kulturellen Schaffen von Frauen. Ihre Labyrinth-Praxis bietet für mich ungeahnte Dimensionen, die es nach wie vor zu erschließen gilt und die eine gesellschaftliche Perspektive aufzeigen. Ich erlebe, dass Li Shalima das Labyrinth in mir lebendig werden lässt ...
Die Form des Ur-Labyrinths vermittelt: Wir gehen hinein und hinaus, Schritt für Schritt, ohne uns verirren zu können. Also eine Botschaft und ein Tun, das Vertrauen und Sicherheit lehrt. Das sich abwendet von höher, schneller, weiter, von Gewalt und Herrschaftsausübung. Deshalb fasziniert das LabyrinthGehen, deshalb weist es einen Weg in die Zukunft, in ein gutes Leben für alle. Das Labyrinth ist kein Symbol, sondern es ist lebbares Tun, Handeln in der Gegenwart. Der Sinn des LabyrinthGehens liegt darin, sich dieses Erleben in seiner Einfachheit und Schlichtheit zuzumuten, es auszuhalten, sich daran zu erfreuen, daran zu wachsen - nicht mehr und nicht weniger. Selbstbegegnung als Maß unserer Lebensorientierung und die Begegnung mit anderen und anderem, in Beziehung zu sein. Alle können die Botschaft des Labyrinths über den eigenen Körper in der jeweiligen Muttersprache verstehen und nutzen ...

LabyrinthGehen lässt Lebensanalogien erfahren. Li Shalima sagt: Der LabyrinthWeg orientiert sich am weiblichen Leib und den drei Lebensphasen, der Jungen, der Gebärenden und der Alten. Es ist ein maßvoller Weg, der Fülle und Vielfalt bietet und nicht das Maß überschreitet. Das Labyrinth lehrt umsichtiges Denken und Handeln. Ausgangsformel des Labyrinthes ist das Erdkreuz, das auch für den Jahreskreis mit seinen acht Festen steht. Einfache und klar erkennbare Teile prägen das Labyrinth: drei Wege im Außen, drei Wege im Innen und dazwischen der Weg, der die beiden miteinander verbindet und gleichzeitig auch trennt. Damit können wir der Maßlosigkeit unserer heutigen Welt begegnen. Das Labyrinth ist der kleinste gemeinsame Nenner, der die größtmöglichste Vielfalt enthält. Das ist die spirituelle Grundformel, die zum Erhalt allen Lebens auf dieser Erde führt. Eine Sinn-volle Ordnung. LabyrinthGehen schafft Verbindung zu anderen und Vertrauen zu uns selbst
Li Shalima erklärt: Eine der schönsten und für mich wichtigsten Choreografien im Labyrinth ist diejenige, bei der wir die ersten vier Umgänge an der Hand einer anderen, die lange vor uns gegangen ist, geführt werden, dann ein Stück alleine gehen, um am Ende, auf dem Rückweg selbst eine andere an die Hand zu nehmen ...
(Barbara Linnenbrügger)

« Pressestimmen zu ""die SYMBOLISCHE MUTTER in ORDNUNG bringen""

« zur Übersicht der Pressestimmen