Pressestimme zu "ABC des guten Lebens"

Aus: an.schläge, Okt. 2012

Aufräumen für ein Gutes Leben

Es ist ein kleines, handliches Büchlein, das in jede Tasche passt und in jedes feministische Buchregal gehört.
Das "ABC des guten Lebens" ist eine Art Zwischenbilanz von neun Frauen, die seit vielen Jahren in immer neuen Projekten "mit der postpatriarchalen Arbeit am Symbolischen" beschäftigt sind. Im Stile eines Wörterbuches werden die wichtigsten Begriffe – darunter neu entstandene Wörter wie "Geburtlichkeit", "Wirtinschaft" oder "Scheißologie" – erläutert und dabei übliche Zuschreibungen hinterfragt und teilweise völlig neu gedeutet. "In immer neuen Anläufen haben wir also die symbolische Ordnung Schritt für Schritt schon so auf- und neu eingeräumt, dass sie auf die Wirklichkeiten, in denen wir uns vorfinden, besser passt", schreiben die Autorinnen in der Einleitung. "Aufräumen im postpatriarchalen Durcheinander" nennen sie das. Die neun Denkerinnen wollen feministische Kritik an der geschlechtsgeteilten symbolischen Ordnung üben, allerdings dabei nicht stehen bleiben, sondern "sie konstruktiv und erfinderisch weiterführen". Das Blättern und Festlesen im ABC von "Abhängigkeit" bis "Zugehörigkeit" ist spannend und macht viele Räume fürs Weiterdenken auf. Das ist auch das Ziel des Projektes, denn das ABC ist auch im Internet (www.abcdesgutenlebens.de) zu finden und zu kommentieren, sodass die Arbeit an den Begriffen auch von anderen weitergeführt werden kann. Und damit die Nachhaltigkeit gewahrt ist, planen die Frauen auch gleich das zweite postpatriarchale Symposium: vom 29. August bis 1. September 2013 in St. Arbogast (Vorarlberg).
(Gabi Horak-Böck)

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