Pressestimme zu "Ich lebe. Ich bin."

Aus: WeiberDiwan, Winter 2012/2013

Wege aus einer sexuellen Gewalterfahrung

"Frauen, die sexuelle Gewalt erfahren haben, nennen sich manchmal Überlebende." Doch die Autorin will nicht Überlebende sein. Sie will leben. Als Vertriebene aus dem eigenen Körper, aus dem eigenen Leben, beginnt sie schon früh mit der Suche nach Zusammenhängen, nach Verstehen, nach Sprache und Bildern für das Erfahrene und ihr Sein und Tun.

Auf verschlungenen Wegen folgt sie den Spuren einer Familiengeschichte voll Armut, Entwertung, Ausgrenzung, Angst und Gewalt. Die Sprachlosigkeit und Verdrängung ihrer Umwelt, besonders die ihrer Mutter, treiben sie weiter auf ihrem Weg zum Verständnis. Auch für ihre Mutter wollte sie Sprache und Gestalt für das Geschehene finden. Doch diese wählte einen anderen Umgang mit dem für sie Unaussprechlichen. Zunächst mit verwirrenden, verstörenden Fragmenten konfrontiert, findet die Autorin Schritt für Schritt ein neues für sie sinnvolles und sinnliches Leben. Wichtige Stationen, aber auch Irrwege auf diesem Weg sind Beziehungen, berufliche Herausforderungen, Therapien und die Mitarbeit bei der Selbsthilfeorganisation Wildwasser. In Prosa, Gedichten und Bildern findet Gita Iff Ausdruck für ihren Weg zur Gesundheit.

(Katja Russo)

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