Pressestimme zu "ABC des guten Lebens"

Aus: WeiberDiwan 2012/2013

Quadratisch, praktisch, gut

"Das ABC des guten Lebens" ist eine Zwischenbilanz von neun Frauen, die seit vielen Jahren in immer neuen Projekten "mit der postpatriarchalen Arbeit am Symbolischen" beschäftigt sind: Ursula Knecht, Caroline Krüger, Dorothee Markert, Michaela Moser, Anne-Claire Mulder, Ina Praetorius, Cornelia Roth, Antje Schrupp und Andrea Trenkwalder-Egger. Im Stile eines Wörterbuches werden die wichtigsten Begriffe – darunter neu entstandene Wörter wie "Geburtlichkeit", "Wirtinschaft" oder "Scheißologie" – erläutert, in der patriarchalen Symbolik übliche Zuschreibungen hinterfragt und teilweise völlig neu gedeutet. "In immer neuen Anläufen haben wir also die symbolische Ordnung Schritt für Schritt schon so auf- und neu eingeräumt, dass sie auf die Wirklichkeiten, in denen wir uns vorfinden, besser passt", schreiben die Autorinnen in der Einleitung. "Aufräumen im postpatriarchalen Durcheinander" nennen sie das. Das Blättern im bunten, handlichen ABC von "Abhängigkeit" bis "Zugehörigkeit" ist echt spannende Lektüre und macht viele Räume fürs Weiterdenken auf. Das ist auch das Ziel des Projektes, denn das ABC ist auch im Internet (www.abcdesgutenlebens.de) zu lesen und zu kommentieren, sodass die Arbeit an den Begriffen von jeder weitergeführt werden kann. Und damit die Nachhaltigkeit gewahrt ist, planen die Frauen auch gleich das zweite postpatriarchale Symposium: von 29. August bis 1. September 2013 in St. Arbogast (Vorarlberg). Kleines Buch, große Wirkung!
(GaH)

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