Pressestimme zu "ABC des guten Lebens"

Aus: Mainspitze, 3.10.2012

Von Abhängigkeit bis Zugehörigkeit

RÜSSELSHEIM. "ABC des guten Lebens" - hinter diesem Titel verbirgt sich kein Ratgeber für mehr Lebensqualität oder ähnliches, sondern ein kleines Wörterbuch, das in diesem Herbst in der "kleinen philosophisch-politischen Reihe" des Rüsselsheimer "Christel Göttert Verlages" erschienen ist. Verfasst wurde es von neun Frauen, die seit vielen Jahren in wechselnden Projekten zusammenarbeiten. Philosophinnen, Politikwissenschaftlerinnen, Theologinnen, Pädagoginnen und politische Aktivisten aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden, die die Meinung teilen, dass mit dem vergehenden Patriarchat, das in politischen Debatten und sozialen Bewegungen vielerorts zu spüren ist, auch eine veränderte Sprache vonnöten ist.

In ihrem ABC definieren die Autorinnen vertraute Begriffe wie "Abhängigkeit", "Begehren" oder "Notwendigkeit" mit Hilfe kurzer Essays neu, erläutern aber ebenso die Notwendigkeit ganz neuer Begrifflichkeiten wie "Care", "Intervitale Gespräche", "Wirtinschaft" und viele mehr.

39 Kapitel umfasst ihr "ABC des guten Lebens". Von A wie Abhängigkeit, Anfangen, Aufräumen, Autorität über T wie Tätig sein oder Tausch bis Z wie Zugehörigkeit reicht das Spektrum. Dass ihr Alphabet keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben kann, sondern - wie die Gesellschaft - einem steten Wandel unterliegt, dessen sind sich die Autorinnen bewusst. Deshalb wurde mit Erscheinen der Druckfassung unter www.abcdesgutenlebens.de auch eine Internetseite ins Netz gestellt, auf der Interessierte die Auseinandersetzung mit und um eine neue Sprache ebenfalls mitverfolgen, mitdiskutieren und das post-patriachale ABC so vielleicht sogar aktiv weiter mitentwickeln können.
(von Andrea Duphorn)

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