Pressestimme zu "Drache und Schlange - die heiligen Tiere der Göttin"

Aus: WENDEKREIS, April/Mai 2013

Als die Schlange noch nicht böse war

Die Psychotherapeutin unternimmt anhand der Erzählung eines Märchens die Analyse der darin vorkommenden Figuren, Symbole und Handlungen. Dabei deckt sie eine verborgene, matriarchale Symbolebene auf:
Da wird die Schlange, die im Christentum zur Verführerin am Baum der Erkenntnis wurde, wieder zum Abbilde der "Grossen Göttin", die Anbetenden das Leben in Form eines Apfels gibt. Da bekommt es eine spirituelle Bedeutung, warum Drachen Feuer spucken und fliegen können, und wird erhellt, warum der Teufel im Mittelalter gerne als Bock dargestellt wurde.

So wird plastisch sichtbar, wie alte Symbole im Laufe von Patriarchalisierungsprozessen eine neue Deutung und Märchen eine neue Erzählart bekamen, und wie sich neue Weltsichten etablierten, die Geist von Materie, das Lineare vom Zyklischen trennten.

In Edith Marmons reich illustriertem Buch wechselt sich die Perspektive der Symbolforschung ab mit psychologischen Reflexionen sowie Einblicken in innere Prozesse von Frauen, die Marmon therapeutisch begleiten durfte. Die Autorin möchte eine "verschüttete spirituelle Kraftquelle" wieder eröffnen: "Wir sollten als Frauen wieder einen Bezug aufbauen zu den positiven Bildern, die Schlangen und Drachen transportieren, als Symbole von Heilung, Weisheit, Weissagung und Zauberkraft, von Wandlung, Verjüngung und Veränderung."

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