Pressestimme zu "Von Sonnenbraut, Mutterwurz und Weiberkraut"

Aus: Mathilde, Sept./Okt. 2013

Begegnungen mit Heilpflanzen

Die Suche nach Heilkräutern ist schwierig geworden in unserem technischen Zeitalter, denn sie sind nicht mehr zu finden im überdüngten Grasland und auf den sterilen Äckern der konventionellen Landwirtschaft. In Randzonen und Nischen wachsen sie noch – Huflattich, Frauenmantel, Fingerhut, Kamille, Arnika und viele andere, die in diesem Buch vorgestellt werden.
Aber nicht nur die Heilkraft der Pflanzen, die uns auch in zahlreichen Medikamenten zugute kommt, ist Thema dieses Buches. Die Pflanzen begegnen uns hier als Geschöpfe mit einem eigenen Wesen, denen wir Respekt und Achtsamkeit entgegenbringen sollten.
Sie bringen uns im Lauf des Jahres auch viel Freude und Stärkung: Gelbe Schlüsselblumen kündigen den Frühling an, im Sommer steht die blaue Wegwarte am Wiesenrand, im Herbst reifen die Holunderbeeren an den Waldwegen, und im Winter freuen wir uns an den verschneiten Fichten im Wald, deren Heilwirkung in Sirup, Tee und Badezusätzen schon seit dem Mittelalter bekannt ist. Auch der Holunder ist eine von alters her bekannte Heilpflanze, die schweißtreibend und fiebersenkend wirkt. Er trägt seinen Namen nach Frau Holle, die in Mitteleuropa lange als Große Göttin verehrt wurde.
Mit ihrem Buch knüpfen die Autorinnen an die Tradition der frühen, Kräuter sammelnden Heilerinnen an, sie geben Zubereitungsanweisungen, auch für einige mediterrane Pflanzen. Durch die Schilderung eigener Erlebnisse mit Pflanzenwesen eröffnen sie den Lesenden einen spirituellen Hintergrund mit mythologischen Bezügen. (B.O.)

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