Pressestimme zu "Die weibliche Seite der Ur- und Frühgeschichte"

Aus: Extraausgabe MatriaVox (NEWSLETTA des Vereins MatriaVal e.V.), 8.10.2014

Kostprobe bzw. Vorabdruck aus: "Briefe aus dem Mutterland" No.1, 15 JdF 

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Brief an Barbara Obermüller und den Christel Göttert Verlag

 

Liebe Christel, liebe Bettina,

Unsere Glückwünsche zum Marga-Mayer-Gedenkpreis zuvor!

Und liebe Barbara,

Ihr habt netterweise auf das Interview hingewiesen, dass Du Barbara zu Deinem Buch: "Die weibliche Seite der Ur- und Frühgeschichte" gabst.

Es wurde im 'Kulturfrühstück' hr2 am Sonntag, den 7.9.14 JdF gesendet.

Ich bin froh, dass das Interview im Internet zu hören ist, unter diesem Link:

http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/index.jsp?rubrik=61935

(allerdings nur noch bis Mitte Oktober, ein Mitschnitt ist im Archiv MatriaWis vorhanden)

Denn am Tag der Sendung hielten wir von MatriaVal e.V. unsere Jahresversammlung auf dem Hohen Meißner, da war an Radio einschalten nicht zu denken. Auch Margot Müller von der Feministischen Partei hat allerorts auf diesen Link aufmerksam gemacht, sie schrieb dazu wie unaufgeregt und selbstverständlich Du Barbara auf die Fragen der Journalistin geantwortet hast. Das fand ich dann auch als ich ein paar Tage später an meiner Computer das Ganze anhörte.

Ich wurde an Gerda Weiler erinnert, das war auch die Art der Gerda Weiler: ganz ruhig und dabei nachdrücklich von sensationellen Dinge aus matriarchalen Welten zu berichten. So hast Du auf die Frage, wo denn matriarchale Gesellschaften zu finden seien, klar und deutlich erklärt: "auf allen Kontinenten außer in Europa." Dann hast Du an zwei verschiedenen Stellen sagen können, dass in unserer, der patriarchalen Gesellschaft, die Sicherheit für Kinder nicht mehr gegeben ist und Du fügtest hinzu: "Weil wir die Paarbeziehung haben". Die Journalistin schien das nachvollziehen zu können und warf ein: "Dort bleiben die Kinder also in ihrer gewohnten Umgebung."

"Wo sind die Jungs, wenn sie älter werden?", wurdest Du gefragt, und Du konntest sagen, dass sie bei ihrer Ursprungsfamilie bleiben, ihre Mütter als Vorbild haben und damit kein Machogehabe an den Tag legen müssen. 

Diese 20 Minuten Interview habe ich auch deshalb so aufmerksam angehört, weil wir, wenn wir mit unseren Filmen aus den Matriarchaten eingeladen werden, anschließend ganz ähnliche Fragen zu beantworten haben. Noch vor etlichen Jahren kamen die Fragen oft wie Angriffe daher, da war Angst zu spüren, dass durch die Existenz der Matriarchate und durch dieses matriarchale Gesellschaftsbild alte Gewohnheiten verloren gehen könnten. Oft kam auch die ängstliche Sorge durch, dass möglicherweise Hierarchien aufgelöst werden könnten, so wurde dann auch häufig Frauenherrschaft unterstellt.

Inzwischen hat sich bei diesen Diskussionen und Gesprächen über das Matriarchat als Modell jedoch sehr viel geändert. In den Fragen und Bemerkungen schwingt jetzt eher großer Wissensdurst, Staunen und Sehnsucht mit. Überlegungen, Matriarchales in das eigene Umfeld einzubringen, werden mehr und mehr zugelassen. So empfand ich es auch in Deinem Hörfunkinterview.

Mächtig gefräut habe ich mich über die Tatsache, dass Du liebe Barbara, als Du zum Schluss der Hörfunksendung, weil es da so Tradition ist, ein Lieblingsbuch nennen solltest, "Elizabeth und ihr Garten" von Elizabeth von Arnim nanntest. Dieses Buch gehört auch zu meinen Lieblingsbüchern und die Autorin zu meinen Lieblingsautorinnen. Im vergangenen Jahr "verschlang" ich alle ihre Bücher, an die 30!

Jetzt will ich Dein Buch über die weibliche Seite der Ur- und Frühgeschichte, das Ihr, Christel und Bettina, so stimmig herausgegeben habt, hiermit überall empfehlen. Es ist "unaufgeregt" und "spannend" zugleich, eben ganz selbstverständlich und einleuchtend, die Frau, die Mutter als Schöpferin und Kulturträgerin. Und in den erzählerischen Teilen dieses Sachbuches schimmert der Geist unserer Ahne Elizabeth von Arnim durch.

von Herzen Uscha

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