Pressestimme zu "Am Herdfeuer"

Aus: Mathilde, Nov./Dez. 2016

Entspannt und fröhlich

Oft ist schon über das matriarchale Volk der Mosuo in Südchina berichtet worden. Manche Publikationen haben Vorurteile verbreitet oder sind aus der oberflächlichen Perspektive von Außenstehenden entstanden bis hin zu pornografischen Darstellungen von Autoren, die von "Männerparadies" und "Verführerinnen" faseln und mit männlich-sexistischem Blick die freien Liebesbeziehungen der Mosuo mit zweideutigen Berichten herabwürdigen.

Dieses Buch ist von ganz anderer Art. Für einen geplanten Film – der inzwischen fertiggestellt ist – reiste die Autorin mit zwei anderen Frauen nach China. Sie blieb mehrere Wochen bei den Mosuo und bekam hautnah mit, wie der Alltag entspannt und fröhlich gelebt werden kann, wenn Mütter nicht allein für ihre Kinder und den Haushalt zuständig sind, sondern vom ganzen Clan unterstützt werden. Und sie erfuhr, wie Liebesbeziehungen als hohe Kultur gepflegt und ohne Treueversprechen und Eifersucht gelebt werden können.

Eindrucksvoll schreibt die Autorin über die Geschichte und Lebensweise einer matriarchalen Gesellschaft, in der die Fürsorge füreinander selbstverständlich ist. (B.O.)

« Pressestimmen zu "Am Herdfeuer"

« zur Übersicht der Pressestimmen