Pressestimme zu "Frauen vor Bilder - FrauenVorbilder"

Aus: frauen unterwegs, März/April 2004

"Dass Frauen weibliche Vorbilder brauchen, scheint außer Frage. Man denke nur an den Boom von Frauenbiografien oder an die beliebte Erforschung ‚historischer Frauengestalten’. Der Gedanke ist jedoch nicht neu. Schon früher wurde Frauen das leuchtende Beispiel ihrer Geschlechtsgenossinnen ans Herz gelegt, oft mit erhobenem Zeigefinger: Seht, wie tugendhaft andere Frauen sind! Vorbilder, das zeigt die Freiburger Philosophin Andrea Günter in diesem Bändchen, können auch dazu dienen, die herrschende Moral durchzusetzen. Superfrauen aller Art neigen dazu, ‚Frauenbilder’ zu zementieren - ganz gleich, ob die ideale Weiblichkeit gerade Demut und Tugend oder Stärke und Emanzipation verlangt. Die Orientierung an Vorbildern, so Günters These, ist deshalb nur dann sinnvoll, wenn sie der einzelnen Frau hilft, ihrem persönlichen Begehren zu folgen und ihren eigenen Weg in Freiheit zu gehen. Ein kleiner philosophischer Text, der ein breites Publikum verdient hat.

(as)

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