Pressestimme zu "Gauklerin der Literatur"

Aus: querelles, newsletter der frauenbibliothek saarbrücken, Winter/Frühjahr 2004

"... Ein humorvolles Buch, das zu der Frage verleitet, darf eine Dissertation humorvoll sein?

Natürlich! Und damit begibt sich Marianne Flassbeck genau auf das Terrain ihrer Protagonistin: Sie bestimmt selbst, worüber gelacht wird. Lachen sei autoritätsgefährdend, sagen Lachtheoretiker, kein Wunder, dass Frauen lange Zeit nur lächeln oder kichern durften.

Elizabeth von Arnim machte sich - und dies im 19. Jahrhundert - über Themen lustig, über die eine Frau in der patriarchalen Gesellschaft nicht zu lachen hat - so etwa über die Ehe oder die Liebe, über das ‚Muttertier’ ...

Die Doktorin ist fasziniert von der Lebensklugheit und dem Kampfeswillen, die sich hinter dem scherzenden Plauderton verbergen, mit denen Elizabeth es wagt, die männliche Ordnung auf den Kopf zu stellen und die kulturbedingten Herrschaftsverhältnisse zu hinterfragen."

(Ilka Albers)

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